5. Februar 2018 °anne 0Comment

Nächste Stadt: Dawei. Sprich: Dowäiii. Für uns stand Moped fahren üben, einsamer Strand und °sebs Geburtstag an. Aber erst mal wieder Bus fahren. Dieses Mal haben wir uns vom Hoteltypi in Myeik bequatschen lassen und den Minibus (15€/2P) genommen. Es sei die schnellste, günstigste, bequemste und sowieso einzige Option um weiter zu reisen. Alles gelogen. Zwei Essenspausen, mehrere volle Kotztüten und neun Stunden später hatten wir die 265km geschafft. In Dawei haben wir gleich im ersten Hotel ein Zimmer ergattert (15€/Nacht) und fielen nach zwei Portionen fried noodles für 1€ vom Straßenstand ins Bett.

Der nächste Tag startete mit einem spektakulär schönen Ausblick bei regulär schlechtem Hotelfrühstück auf der Terrasse. Irgendjemand scheint allen Hotels beigebracht zu haben, dass die Ausländer Frühstück wollen. Und zwar Toast. Mit Ei und Marmelade. Und Kaffee! Und das bekommt man dann auch, aber lecker geht anders.

Nachdem wir uns am ersten Tag die Stadt und Tempel angeschaut und uns mit Obst und Schnaps versorgt hatten (alles so krass billig!) liehen wir uns für den nächsten Tag zwei Honda Klick (je 5,50€/Tag) und fuhren zu den nächsten zwei Stränden. Statt bei Myeik für teuer auf die vorgelagerten Inseln zu fahren, kommt man auf der Halbinsel bei Dawei einfacher und günstiger zu ebenso einsamen schönen Stränden. Am Maungmagan Beach herrscht angeblich die gleiche Stimmung wie im Phuket der 70er Jahre. Die Souvenirverkäufer und Restaurants sollen sich laut Reiseführer stapeln, die Touristen mit samt ihrem Dreck auch. Wir fanden es richtig nett da. Eine kleine Straße mit Ständen und Restaurants, Frauen mit Körben voll Essen auf dem Kopf, ein langer Strand mit hübschen Muschelröllchen und Kaffee für 30cent. Von hier fuhren wir über Straßenbau-offroad-Pisten zum wirklich einsamen tropischen San Maria Strand. Zur Ebbe und zum Essen kehrten wir an den Maungmagan Beach zurück, bevor wir uns auf den Rückweg machten.

Für die kommenden Tage hatten wir unseren Bungalow am Paradise Beach (26€/Nacht) schon per E-Mail vorgebucht. Wir ließen unser Gepäck im Hotel und düsten zu zweit auf einem Moped also Richtung Traumstrand im Süden. Die Straße führt durch schönste Landschaft, Felder, Berge, Palmen, kleine Dörfer, vorbei an vielen Pagoden und winkenden Kindern. Unterwegs probierten wir frittierte Teilchen und Kaffee, was wir später noch bereuen sollten. Die letzten Kilometer zum Strand legten wir auf einem kleinen Weg durch den Dschungel zurück und dann……

….war da der einsame Strand. Wunderschön in einer Bucht gelegen, ohne Internet-Empfang und warmes Wasser. Strom aus der Solarzelle und Hängematte. Jeden Abend noch einen traumhaft schönen Sonnenuntergang oben drauf – wir hätten glücklicher nicht sein können. Leider leider spielte °sebs Magen nicht mit und die nächsten Tage inkl. Geburtstag verbrachte er mit Übelkeit, Fieber und Bauchweh. Planschen mit Mini-Garnelen, Kerzen auspusten und anstoßen mit Mandalay Rum-Cola haben wir uns trotzdem nicht nehmen lassen.

Glücklicherweise war er am Abreisetag wieder hergestellt. Bei unserem Mopedverleih Focus (können wir sehr empfehlen!) hatten wir einen Tag vorher angerufen und Bustickets nach Mawlamyine bestellt (15€/2P). Dort wollten wir über Nacht bleiben, anstatt mit dem Bus über Nacht direkt bis nach Yangon zu fahren. Wieder eine tolle Busfahrt, mit Musikbeschallung auf Anschlag! Yäi! Mawlamyine haben wir also nur im Dunkeln abends gesehen, unser Hotelzimmer (15€/Nacht) mit Aussicht, den Nachtmarkt mit günstig leckerem Essen am Meer und zum Frühstück, das uns vom Hotelchef empfohlen wurde: Arelu-Pu-Ri oder so, indisches Brot mit Soßenkram. Der normale Bus war schon ausgebucht, sodass wir nach Yangon im VIP Bus Platz fanden (13€/2P) und das war ein Träumchen! Breite Sitze mit Decken, Entertainment wie im Flugzeug und Snacks – die schönste aller Busfahrten im ganzen Land und viel zu schnell vorbei.

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