13. August 2018 °anne 1Comment

Wir waren also zurück in Hanoi und die letzten Tage in Vietnam überhaupt. Also gefühlsmäßig alles zwischen richtig-wow-und-lecker und ich-will-noch-nicht-gehen. Das Leben ist eins der härtesten, vor allem mit einem viel zu schnell näher rückenden Reise-Ende.Anstatt in der nächsten schrammeligen Unterkunft aufzuschlagen waren wir nochmal zu Höchstleistungen im Hotel-Recherchieren aufgelaufen und wurden nicht enttäuscht. Für eine Nacht (19€) schliefen wir in einem äußerst hübschen kleinen Hotel in der Nähe der St. Joseph’s Cathedral mit dem besten Hotel-Frühstück seit langer Zeit: zur Auswahl gab’s alles von den umliegenden Straßenständen, frisch gekauft mnomnom. Für die letzten Nächte zogen wir wieder in unser altbekanntes Blue Sky Hintenrauszimmer zum altbekannten Preis (16€/Nacht) – home away from home.

Wenn man schon mal vor Ort ist, kann man das ja auch nutzen (#1): Beim dritten Anlauf fanden wir den Samsung Repair Service und °sebs Handy bekam einen neuen Akku für unter 40€ und in 3h fertig.  Außerdem (#2): Shopping!! Wo wenn nicht in Vietnam! Aber immerhin, nach einem dreiviertel Jahr Reise mit je 15kg Gepäck haben wir unseren vorherigen Konsumwahn echt runtergeschraubt und die Mitbringsel sind überschaubarer als bei manchem 2-Wochen-Asien-Urlauber.  Es gab eine neue kurze Lieblingshose im empfohlenen Outlet-Shop vom Hotel Nummer 1 für mich (4€) und eine ORIGINAL The North Face Jacke aus der vietnamesischen Fabrik (12€) für °seb. Die kann dann jetzt wieder drei Jahre bis zur nächsten Flucht-von-Arbeit-ins-Ausland-Reise halten. Zu guter Letzt (#3) noch drei Päckchen vom feinsten vietnamesischen Kaffee aus dem nächsten Supermarkt für’s Vietnamgefühl daheim und am Keramik-Kauf von zu vielen zu niedlichen leider unnützen Schüsselchen vorbei geschrammt.

der normale Wahnsinn (Ton an!)

Zwei beeindruckende To See’s von der Hanoi Must Do List hatten wir uns noch aufgehoben. Ein erfolgreicher Ausflug zum wirklich echten Street Train. Vorher im Zugplan nach den Zeiten geschaut und zur passenden Zeit zur richtigen Stelle gefahren (152 Le Duan): knapp vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof quetscht sich auch hier der Zug durch die Häuser und wir haben natürlich fleißig die Kamera drauf gehalten.

Anderntags nahmen wir einen Stadtbus auf die andere Seite der Long Bien Brücke. Die wurde anno dazumals von Franzosen konstruiert und ist dementsprechend ganz ansehnlich. Neben Eisenbahn und einer rasanten Mopedspur gibt’s einen kleinen Fußweg für die Touristen und Selfie-verrückte Vietnamesen. Denn außer Langnasen läuft niemand freiwillig bei 33°C und 99% Luftfeuchte die knapp 2km ab.

Ansonsten waren wir nochmal beim Eisladen, nochmal am See, nochmal die ganze Wuselei in den Altstadt Gassen mitnehmen, nochmal Bier an der Ecke trinken und bei allen liebsten Essensständen und Kaffeeläden einkehren. Das Ende kam viel zu schnell, statt im offiziellen Bus gemütlich zum Flughafen zu tuckern ließen wir uns von irgendeinem Minibus aufgabeln. Zum gleichen Preis (1€/2P) aber im zehnfachen Tempo kamen wir viel zu früh am Flughafen an und verabschiedeten uns von einem der schönsten Länder auf unserer (Asien-) Weltreise. Wir kommen wieder – Tạm biệt!

One thought on “#75 – How to fall in love with Hanoi (2)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.